Mobile Tagging - Die Konvergenz zwischen Print und Online/Mobile?

Beim scoopcamp ist des öfteren mal - in leicht despektierlicher Weise - der Begriff "Papiertiger" gefallen. Gemeint waren Old-School-Tycoos, die (in der Mehrzahl der Verlage) immer noch das Ruder fest in der Hand halten und im Web 2.0 oder bei iPhone- oder iPad-Apps unerschütterlich 1.0 denken. Das wird hier natürlich keine Verteidigungsrede für die großen und kleinen Döpfners dieser Welt. Im Umkehrschluss wäre es aus Sicht der Zweinuller und iPaddler freilich töricht, anzunehmen, dass gedruckte Zeitungen passé sind. (Von MARKUS LEITER)

Das sind sie nicht und werden es vermutlich auch nie sein - E-Book-Reader, iPad hin oder her. Was aber nicht wegdiskutiert werden kann, ist die Tatsache, dass sich die Funktionen von Print (Hintergründe etc.), Online & Mobile (Aktualität etc.) in den vergangenen Jahren ausdifferenziert haben. In diesem Sinne gibt es ein Problem der Konvergenz. Medienangeboten, die mehrspurig fahren, fehlen oft direkte Verbindungen. Darum hier - auch aus aktuellem Anlass - ein Plädoyer für QR-Tags.

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Beyond Journalism im QR-Code-Design

Das soeben releaste goo.gl, das auch mit einer ganz einfach handhabbaren Mobile-Tagging-Funktion ausgestattet ist wird den lizenzfrei erstellbaren zweidimensionalen Strichcodes, die sich von moderneren Fotohandys mit einer kleinen Programmergänzung problemlos einlesen lassen, zweifellos einen Schub verleihen. Das heißt sie werden noch viel stärker als bisher im Bewusstsein der Konsumenten verankert sein und ergo einen höheren Nutzwert haben. Zwar setzen einige Zeitungen seit längerem auf QR - als erster im deutschen Sprachraum tat dies übrigens Welt Kompakt im Jahr 2007 -, doch ein wirklich umfassendes Geschäftsmodell dazu haben noch nicht viele erdacht.

Mobile Applikationen, die den Usern einen Mehrwert gegnüber dem Print-Produkt oder eine Vertiefung in thematische Nischen bieten, bieten sich hier insbesondere an. Die Tags, die der für artistische Meisterwerke und der andere für abscheuliches Digitalgekritzel hält, müssen ja nicht unbedingt immer direkt neben dem Artikel platziert werden, wo sie Platz für redaktionelle Inhalte oder auch Werbefläche wegnehmen. Man könnte die einzelnen Tags ja z.B. auch auf einer eigenen QR-Page darstellen. Freilich sind diesbezüglich viele Varianten denkbar.

Jedenfalls wird die Mobile-Tagging-Funktion, die abseits der Printerzeugnise auch in Social Media, Google-Maps, Youtube-Videos eingebaut werden kann, bald auch zum Standardinventar der Einsnuller gehören. Wetten?

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